Viele Unternehmen lagern ihr Marketing über Jahre hinweg an externe Agenturen aus. Das bringt oft kurzfristige Entlastung, führt langfristig jedoch häufig zu Abhängigkeiten, steigenden Kosten und fehlender Kontrolle über die eigene Kommunikation.
Die folgende Fallstudie zeigt den Weg von Beate Tran, Unternehmerin und Inhaberin der Hairstar GmbH, die seit Jahrzehnten erfolgreich zwei Friseurgeschäfte führt. Trotz bestehender Marketingmaßnahmen stellte sich für sie eine zentrale Frage: Wie kann ich Marketing unabhängiger, flexibler und näher am Kunden gestalten?
Der Weg führte sie von klassischen Agenturlösungen hin zu eigenständigem Social-Media-Marketing – und damit zu einer völlig neuen Form der Kundenansprache.
Beate Tran
Hairstar GmbH
www.hairstar.de
Die Friseurunternehmerin und der High-Society-Mann
Was war Deine Ausgangssituation?
Ich bin seit 1996 selbständig und habe zwei Friseurgeschäfte in Amberg mit aktuell 14 Mitarbeitern. Für unser Marketing hatten wir Agenturen und Dienstleister beauftragt. Wir haben meist Kundenanschreiben als Briefsendungen gemacht und Geburtstagsgrüße geschickt. Aber das muss auch immer alles gründlich vorbereitet werden. Und wenn einmal eine Agentur geht, dann beginnt man wieder bei null.
Auf einem Unternehmertreff, zu dem ich eingeladen war, habe ich Markus Mensch kennen gelernt. Meine erste Reaktion war: der High-Society-Mann. Ich beobachte erst einmal. Mich hat beeindruckt, was Markus an Kanälen für sich aufgebaut hat. Und der Ansatz, mich selbst um das Marketing zu kümmern, v. a. Social Media, hat mich angesprochen und überzeugt.
Was war Dein Anliegen, Dein Ziel?
Gerade ein Agenturwechsel ist sehr zeitintensiv. Man bezahlt ja nicht nur die Agentur, sondern auch die Arbeitszeit der einkaufenden Person. Und auch im Laufe der Zeit geht Werbung über eine Agentur sehr in die Kosten. Ich wollte das Marketing in die eigenen Hände nehmen, um so unabhängiger zu sein und mehr Möglichkeiten zu haben, eigene Social-Media-Kanäle zu bedienen. Denn unsere Kunden sind auf Social Media unterwegs. Sie sitzen am Smartphone und schauen bei Instagram und Tiktok, sie lesen nicht mehr in die Zeitschrift, wie früher.
Was hast Du für Dich mitgenommen und umgesetzt?
Am Anfang war es ziemlich anstrengend, all die Buttons in den Kanälen kennenzulernen. Aber wenn man regelmäßig postet, wird es zur Routine. Und der Support durch das Team war sehr gut. Sehr wichtig für mich war alles, was ich über Bildbearbeitung gelernt habe. Und ich fand es sehr lehrreich, über was man alles berichten kann. Ich habe so viele neue Impulse bekommen – mehr, als ich erwartet hatte. Auf all diese Ideen kommt man nicht selbst.
Was hast Du dadurch in welcher Zeit erreicht?
Für mich war es eine sehr schöne Erfahrung, immer wieder zu hören, dass unseren Kunden gefällt, was ich auf Social Media mache. Sie kommen heute mit dem Handy und zeigen uns, welche Frisur sie haben möchten. – Gerade in unserer Branche kann ich nur jedem empfehlen, das Social-Media-Marketing selbst zu machen.
*Anm.: Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung hat Beate Tran ihr Friseurgeschäft nach weit über 30 Jahren an ihre Friseurmeisterin Milena Fedorov übergeben.
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Die Entwicklung von Beate Tran zeigt, dass Marketing besonders dann wirksam wird, wenn es nah am Unternehmen und an den eigenen Kunden entsteht. Der Schritt weg von extern gesteuerten Maßnahmen hin zur eigenen Umsetzung hat nicht nur mehr Flexibilität geschaffen, sondern auch eine direktere Verbindung zur Zielgruppe ermöglicht.
Gerade in einer Branche wie dem Friseurhandwerk, in der visuelle Eindrücke und Trends eine zentrale Rolle spielen, wird deutlich, wie wichtig es ist, dort präsent zu sein, wo die Kunden sich tatsächlich aufhalten.
Die Fallstudie macht außerdem deutlich, dass neue Wege oft zunächst ungewohnt sind. Doch mit der richtigen Unterstützung, klaren Strukturen und kontinuierlicher Umsetzung wird aus anfänglicher Unsicherheit schnell Routine – und aus Marketing ein natürlicher Bestandteil des eigenen Unternehmensalltags.
ⓒ Cotton Bro Studio | Pexels











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